Interview mit dem Vater von Julian Assange

Julian Assange sitzt unter menschenunwürdigen Haftbedingungen seit Wochen in Haft und wartet auf das Auslieferungsverfahren. Er hatte über die von ihm geschaffene Website Wikileaks zahllose Dokumente öffentlich gemacht, die Kriegsverbrechen der USA und ihrer Allierten und viele Korruptionsfälle dokumentierten. Die Täter der dokumentierten Verbrechen werden nicht zur Rechnenschaft gezogen. Julian Assange jedoch droht nun in den USA wegen „Spionage“ eine lange Haftstrafe.

Die Mainstreampresse, die von seinen Enthüllungen in weiten Teilen mit profitiert hatte, behandelt sein Schicksal nun größtenteils mit Gleichgültigkeit.

Sein Vater John Shipton gibt derzeit viele Interviews, um die Öffentlichkeit aufzurütteln und seinen Sohn zu retten.

Zitat von John Shipton:

„Es ist ein Verbrechen, ein Verbrechen nicht anzuzeigen. Dafür können Sie eingesperrt werden. Im Falle von Julian und Wikileaks, war es so, dass sie ein Verbrechen nach dem anderen öffentlich gemacht haben, verübt von den USA und ihren Verbündeten. In Afghanistan, im Irak, und schmutzige Korruption, die aus weltweiter diplomatischer Korrespondenz der Vereinigten Staaten hervorgeht.

 …. das sind Verbrechen, Kriegsverbrechen. Wenn wir beispielhaft das bekannteste davon nehmen: Kollateraler Mord. Sie sehen, wie 11 Personen, 2 davon Journalisten, die einfach neugierig die Straße entlang gehen, ermordet werden. … Einer der Männer kriecht verletzt den Straßenrand entlang, ein Kleinbus tauch auf. Ein Rettungssanitäter springt aus dem Kleinbus, um dem Verwundeten zu helfen, ins Krankenhaus zu kommen. Beide werden ermordet.

Zwei Kinder, die vorn im Kleinbus sitzen, werden schwer verletzt. Das ist ein Verbrechen, das ist ein Kriegsverbrechen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Solange sie Julian verfolgen und einsperren, werden sie nicht zur Verantwortung gezogen. Alle blicken auf die Anschuldigungen, die gegen Julian erhoben werden. Niemand fragt danach, wann diesen Mördern im Hubschrauber der Prozess gemacht wird. Niemand fragt, wann der Vorgesetzte, der den Mord befehligt hat zur Rechenschaft gezogen wird.

Eine Million Menschen verloren ihr Leben im Irak. Eine Million Menschen. Millionen sind geflohen. Millionen dieser Menschen kamen nach Deutschland. 2,6 Millionen dieser Menschen sind in der Türkei. 1,6 oder 1,7 davon sind in Jordanien.

Millionen von Flüchtlingen. Land für Land zerstört. Ich kann sie aufzählen, wenn Sie möchten: Jemen, Pakistan, Irak, Afghanistan, Syrien, Libyen und Ihr nächster Nachbar: Die Ukraine. Zerstört. Das sind große Verbrechen, die von Julian und WikiLeaks veröffentlicht wurden. Und die Feiglinge, die diese Verbrechen verübt haben, stürzen sich auf Julian, um ihn und Wikileaks zu zerstören, weil sie ihre Verbrechen öffentlich gemacht haben. Ihren gigantischen Strom von Blut, den sie verursacht haben, der ihnen bis zu den Nasenlöchern reicht und in dem sie waten, um Julian dies und das und jenes anzuhängen.“

Hier das bislang nur auf Englisch verfügbare Interview.

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