Querdenken – Leipzig 7.11.2020 – Ein kleiner Bericht

Gestern war ich auf der Querdenken-Demonstration in Leipzig. Ich kenne keine Schätzungen über Teilnehmerzahlen. Es könnten zwischen 50.000 und 100.000 Teilnehmer gewesen sein nach meinem Gefühl.

Der Augustusplatz war komplett voll, viele tausend Teilnehmer verteilten sich auf die umliegenden Straßen ohne Blickkontakt zur Bühne und ohne Bildschirmübertragung.

Die Demonstration war (von seiten der Teilnehmer) zu 100% friedlich, soweit ich dies aus meiner Perspektive beurteilen konnte. Es gab zahlreiche kleine Gegendemonstrationen von „Antifa“ bzw. antifa-nahen Organisationen. Einige von ihnen versuchten die Demonstration mit lauter Musik zu stören, pöbelten Teilnehmer an, einige körperliche Übergriffe konnte ich nach der Demonstration beobachten, Leuten wurden Trinkbecher und sonstige Gegenstände aus der Hand geschlagen. Aber offenbar kam es nicht zu größeren Auseinandersetzungen.

Um ca. 23:00 Uhr soll es jedoch von seiten der Antifa zu zwei Angriffen auf abfahrende Reisebusse gekommen sein. Ein Bus war so stark beschädigt, dass er nicht mehr verwendet werden konnte. Darüber erfahren wir nichts durch unsere Presse:

https://t.me/huerdenflug/1239

Außerdem gibt es immer mehr Anzeichen dafür, dass bezahlte Provokateure und die Öffentlich-Rechtlichen Medien versuchen, die Gewalt, über die sie gern berichten würden, selbst zu arrangieren, hier ein Auszug aus einem Artikel von reitschuster.de vom 8.11.2020:

„Nach der Auflösung der Demo ging eine große Menge von Teilnehmern vom Augustusplatz den Georgiring hinunter Richtung Hauptbahnhof. Vorne in dem Zug waren Trommler. Sie näherten sich einer Polizeiabsperrung am Ende der Straße. Als es so schien, als komme es zum Zusammenstroß, drehten die Trommler um, und mit ihnen der ganze Zug – man ging der Polizei friedlich aus dem Weg. Plötzlich erschienen an dieser neuralgischen Stelle ein paar Dutzend junger Männer, völlig in Schwarz und voll vermummt, die durch ihr ganzes Auftreten Gewaltbereitschaft signalisierten und wie absolute Fremdkörper wirkten (siehe hier),

Ich hielt sie zunächst spontan für Antifa-Gegendemonstranten, die es „hinter die Fronten“ geschafft hatten. In dieser Situation waren auch „Nazi“-Rufe zu hören. Ich habe in 16 Jahren in Moskau unzählige Demonstrationen erlebt und habe ein recht feines Gespür dafür, Teilnehmer und Provokateure zu unterscheiden, die nur mit einem Ziel unterwegs sind: Es eskalieren zu lassen. Die Truppe am Ende der Goethestraße roch hundert Meter gegen den Wind nach Provokation. Das waren Schlägertypen. Woher und aus welcher Richtung auch immer. Plötzlich kamen auch zwei merkwürdige Gestalten mit Lautsprechern. Wiegelten die Menge auf. Ein Mann, der im Livestream neben mir stand, hatte genau das gleiche Gefühl wie ich: „Das sind Provokateure“. Da dieser Mann neben mir aufmerksamer war als ich, wies er mich gleich darauf hin, dass ein ZDF-Team an Ort und Stelle war. Er war überzeugt, dass dies kein Zufall ist. Zu belegen ist das aber nicht. Ich war ja auch völlig zufällig an dieser Stelle. Tatsächlich zündelten die merkwürdigen jungen Männer mit dem aggressiven Auftreten. Buchstäblich. Sie schossen Feuerwerkskörper auf die Polizei. Die gesamte Aktion war offensichtlich geplant. Von wem, wage ich nicht zu beurteilen. Ich kenne nur ähnliche Situationen gut aus Russland. Dort werden durch solche Provokationen regelmäßig friedliche Demonstrationen diskreditiert und dann in den Medien die entsprechenden Bilder gezeigt. Spontan fühlte ich mich im Livestream genau daran erinnert. Aber die Situation ist rückwirkend betrachtet viel zu unklar, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen.“

In der Presse wurde wie üblich die Teilnehmerzahl um Potenzen heruntergerechnet. In mehreren mehreren ausländischen Medien war von 4000 Teilnehmern die Rede.

Wie üblich wurde behauptet, es handele sich um „Corona-Leugner, Rechtsradikale und Verschwörungstheoretiker“. Diese Diktion unserer Massenmedien wird so ungeprüft auch von vielen ausländischen Agenturen übernommen. Allerdings werden auch die zahlreichen Demonstrationen in Madrid, Mailand, Rom, London usw. exakt gleich von der Presse kommentiert.

Wie schon auf den vorangegangen ca. 10 Demonstrationen, an denen ich seit April 2020 teilgenommen habe, konnte ich weder optisch noch über irgendwelche Äußerungen Leute identifizieren, die ich als „rechts“ oder gar als „Nazi“ bezeichnen würde. Ich sah während der Zeit als ich auf der gestrigen Demo war 2 Reichsflaggen. Die Träger wurden von den Deeskalationsteams und Odnern der Querdenker aufgefordert die Demonstration zu verlassen bzw. die Fahnen einzurollen. Leute mit solchen Flaggen werden immer bevorzugt von den Massenmedien gefilmt, um die Beteiligung von angeblichen Nazis zu belegen.

Abgesehen davon, dass dies auf den Querdenken-Demos eine Randerscheinung ist, lohnt es sich auch zu schauen, wer denn mit solchen Flaggen bevorzugt auf Veranstaltungen anzutreffen ist: Die Gruppierung, die bevorzugt solche Fahnen trägt heißt „Reichsbürger“, und sie werden von vielen mit Nazis in einen Topf geworfen. Wenn man sich jedoch mal mit dieser Gruppierung beschäftigt, stellt man fest, dass sie sich nicht positiv auf das Dritte Reich beziehen, sondern diese Flagge die Flagge des deutschen Kaiserreichs ist, die von den Nazis wenige Monate nach ihrer Machtergreifung nirgends mehr verwendet wurde. Die Reichsbürger haben nach Angaben des Verfassungsschutzes in Deutschland ca. 19500 Mitglieder, von denen ca. 50 als deutschnational oder rechtsradikal eingestuft werden. Aber die Presse nimmt das Auftauchen solcher Flaggen dankbar als Beleg für die Teilnahme von Nazis, um die Querdenker zu diskreditieren.

Nach den mittlerweile schon „normalen“ Querelen mit der Polizei, die alle 10 Minuten drohte, die Versammlung zu beenden, wenn die Abstände nicht eingehalten werden, erklärte die Polizei dann nach ca. 2,5 Stunden die Versammlung für beendet, weil die meisten Teilnehmer der Maskenpflicht nicht nachkommen würden.

Nach dreimaliger Aufforderung der Einsatzleitung an die Teilnehmer, die Versammlung zu verlassen, der nur vereinzelte Personen nachkamen, erwarteten viele einen Versuch der Polizei, den Platz zu räumen.

Allerdings fühlten sich die meisten Teilnehmer sicher, denn aufgrund der großen Zahl der Demonstranten wäre ein Versuch, die Veranstaltung gewaltsam aufzulösen zum Scheitern verurteilt gewesen.

Viele Menschen zündeten mitgebrachte Kerzen an, einige setzten sich auf den Boden oder die Straßenbahngleise und warteten. Es geschah nichts. Dann gab es aus der Menge heraus eine Aufforderung zur Formierunge eines Marsches, der sich zunächst in Richtung weg vom Stadtzentrum in Bewegung setzte. Ein Teilnehmer mit Megafon warnte, man solle besser in Richtung Stadtzentrum marschieren, um nicht direkt auf die Polizei und die Antifa zuzulaufen.

Die Menge wechselte dir Richtung und bewegte sich zum Augustusplatz, der schon vor Menschen aus allen Nähten platzte …

Im weiteren Verlauf konzentrierte sich der Großteil der Teilnehmer auf dem Augustusplatz, tanzte, feierte und beobachtete das bunte Treiben.

Wir verließen um ca. 18 Uhr die Veranstaltung.

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